Mond mit dem Teleskop

Nun holen wir uns den Mond ganz nahe heran! Mit dem Teleskop lassen sich auf seiner Oberfläche Details ausmachen, die nur wenige Kilometer gross sind. Folgende Formationen lassen sich auf dem Mond beobachten: Krater, Meere, Gebirge, Täler, Rillen und Dome.

Krater

Die Krater auf dem Mond entstanden fast alle durch Asteroiden-Einschläge. Nur sehr wenige sind vulkanischen Ursprungs. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Krater erst mal durch ihre Grösse. Die kleinsten mit unseren Teleskopen sichtbaren Krater messen rund zwei bis drei Kilometer, die grössten sind mehrere hundert Kilometer gross.

Die Kleinkrater, die den Boden von Archimedes durchlöchern, sind zwischen einem und drei Kilmeter gross.

Der Krater Clavius misst rund 225 Kilometer im Durchmesser

An den Kratern selbst werden bei hohen Vergrösserungen verschiedene Details sichtbar. Die auffälligsten sind:

Terrassierte Wälle: die Innenseite der Ringgebirge sind terrassenförmig abgestuft.

Zentralberg: Das "zurückfedern" des Kraterbodens nach dem Einschlag hinterlässt einen Berg im Zentrum, der weit über 1000 Meter hoch werden kann.

Geflutete Kraterböden: Manche Asteroiden durchschlagen die Mondkruste und der Krater füllt sich mit flüssigem Gestein aus dem Mondinnern.

Strahlensystem: Das Auswurfmaterial legt sich strahlenförmig um den Krater ab. Die eindrücklichen Systeme der Krater Kopernikus und Tycho sind vor allem bei Vollmond sehr schön sichtbar.

Beim Krater Kopernikus sind das Zentralgebirge und die terrassierten Wälle sehr schön zu erkennen.

Der Asteroid, der den Krater Plato schuf, durchschlug beim Aufprall die Mondkruste und der Kraterboden wurde durch hochquellende Lava geflutet. Ebenfalls schön sichtbar, wie auf der Ostseite (rechts) die Kraterhänge teilweise abgerutscht sind.

Krater mit Strahlen - Tycho.jpg

Der Aufprall des Asteroiden schleudert Material in alle Richtungen aus dem Krater, dass sich strahlenförmig ablagert. Hier der Krater Tycho mit einem ausgeprägten Strahlesystem.

Auf dem Mond gibt es zwar keine Atmosphäre, und damit auch kein Wetter mit Wind und Regen. Dennoch "verwittern" die Formationen mit der Zeit durch den Beschuss durch Mikrometeoriten sowie durch Mondbeben.

Auf diesem Bild sind die drei Mondkrater Theophilus, Cyrillus und Catharina zu sehen (von oben nach unten). Deutlich sind dabei die unterschiedlichen Verwitterungsgrade zu sehen. Beim jüngsten Krater, Theophilus, sind noch viele Feinheiten in den terrassierten Kraterwällen und ein hohes Zentralgebirge zu sehen. Dieses sieht man bei Cyrillus zwar noch, es ist aber schon einiges weniger ausgeprägt und die Terrassen am Ringgebirge sind kaum mehr zu erkennen. Im Krater Catharina ist der Zentralberg schon komplett verschwunden und auch das Ringgebirge selber ist stark abgetragen.