Frühlingssternbilder

März bis August

Die drei auffallendsten Frühlingssternbilder  sind BOOTES (Bärenhüter), LEO (Löwe) sowie das Tierkreiszeichen VIRGO (Jungfrau). Die drei Hauptsterne dieser Konstellationen Arcturus in Bootes, Regulus in Leo und Spica in Virgo bilden auch das sogenannte Frühlingsdreieck.  Andere, weniger auffällige Konstellationen sind COMA BERENICES (Haar der Berenike) und die beiden weiteren Tierkreiszeichen des Frühlings: CANCER (Krebs) und LIBRA (Waage). 

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April bis Juli

Das Sternbild BOOTES hat die Form eines Drachen, den Kinder an einer Schnur aufsteigen lassen und findet sich östlich des immer sichtbaren Grossen Wagens. Bootes' Hauptstern Arcturus ist ein unübersehbarer, hell orange leuchtender Stern und der dritthellste überhaupt am Nachthimmel. Er bildet die erste Ecke des Frühlingsdreiecks.

Bootes bietet keine Sternhaufen oder Galaxien, dafür eine Reihe schöner Doppelsterne und einen coolen Asterismus.

  • Delta Boo: Doppelstern für Fernglas (106'')

  • Mu Boo: Doppelstern für Fernglas (108'')

  • Iota Boo: Doppelstern für Fernglas (38'')

  • Kappa Boo: Doppelstern für Teleskop (13'')

  • Izar (Epsilon Boo): Doppelstern für Teleskop (3'')

  • Asterismus Napoleons Hut

April bis Juni

VIRGO (Jungfrau) ist ein ausgedehntes Sternbild mit vielen schwachen Sternen. Der Hauptstern Spica dagegen ist als fünfzehnthellster Stern am Nachthimmel unübersehbar. Er stellt eine weitere Ecke des Frühlingsdreiecks. Spica symbolisiert in der Jungfrau die Ähre, die die Dame in der Hand hält, als Zeichen des Frühlings und der Fruchtbarkeit. Die Jungfrau ist auch Ausgangspunkt, um den Kugelsternhaufen Messier 5 zu beobachten.

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März bis Mai

Ein markanter Punkt des  Frühlingsdreiecks fehlt noch, doch er ist gut am Himmel auffindbar. Es ist Regulus, der Hauptstern im Sternbild LEO (Löwe). Der Löwe besteht aus hellen Sternen und hat eine einprägsame Form, die tatsächlich an einen Löwen mit Kopf erinnert. Manche allerdings glauben da auch eine Maus zu erkennen oder - etwas ganz anderes, nämlich ein Bügeleisen! Der Löwe liegt unterhalb des Großen Wagens und gleichzeitig auf der Ekliptik. Er gehört zu den Tierkreiszeichen und bekommt jeden Monat Besuch vom Mond. Auch die Planeten ziehen von Zeit zu Zeit durch den Löwen, nahe an Regulus vorbei.

Februar bis April

Ein sehr unscheinbares Sternbild ist CANCER (Krebs). Dafür beherbergt er einen der schönsten offenen Sternhaufen, Messier 44. Umgangssprachlich wird der Sternhaufen auch „Krippe' oder „Beehive Cluster' (Bienenstock-Haufen) genannt. Auf dem Bild wird die Schönheit dieses Sternhaufens nicht wirklich ersichtlich. Beobachte M44 aber mal von einem dunklen Ort aus mit einem Fernglas und du wirst sehen, wie die Sterne wie Diamanten auf einem schwarzen Samtkissen funkeln. Ebenfalls lohnenswerte Ziele sind der auch für leistungsfähige Ferngläser erreichbare Doppelstern Iota Cancri (48 Cnc) und das Mehrfachsternsystem Zeta Cancri (16 Cnc), das jedoch nur guten Teleskopen vorbehalten ist.

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April bis August

Noch leichter zu übersehen als CANCER ist COMA BERENICE (Haar der Berenike), da es aus nur drei schwachen Sternen besteht. Schön ist jedoch der  Offene Sternhaufen Melotte 111, der dort zu finden ist.  Ein tolles Objekt für das Fernglas!

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Das Sternbild LIBRA (Waage) ist ein kleines und eher unscheinbares Sternbild.

Da die Sterne im Sternbild Waage eher schwach leuchten, ist die Waage gar nicht so einfach zu finden. Die vier hellsten Sterne des Sternbilds erinnern eher an einen von Kindern gebastelten Drachen als an eine Waage. Orientieren kann man sich bei der Suche an zwei sehr hell leuchtenden Sternen, die sehr einfach am Sternenhimmel zu finden sind: Dem weiß-bläulich leuchtenden Stern Spica aus dem Sternbild Jungfrau und dem rötlich leuchtenden Stern Antares aus dem Sternbild Skorpion. Genau zwischen den beiden findet man die viereckige Konstellation.

Aufgabe Konstellationen

Lade das PDF herunter und drucke es farbig und im A3-Format aus. Mit Bleistift zeichnest du die Linien der gesuchten Konstellationen ein. Mit roter Farbe beschriftest du die Sternbilder, mit Grün ihre Hauptsterne und die gesuchten Deep-Sky-Objekte und Asterismen markierst du mit Blau. Falls du die Sternbilder in der Karte nicht findest, nimmst du einen Sternatlas oder Stellarium zur Hilfe.