Aliens!

Gibt es ausserirdisches Leben?

Die Vorstellung von der Existenz ausserirdischer Lebensformen fasziniert den Menschen seit jeher. In den letzten Jahrzehnten sind unzählige Aliens durch Filme, Science-Fiction-Romane und Computerspiele gegeistert. Manche Menschen behaupten sogar, sie mit eigenen Augen gesehen zu haben. Aber wie wahrscheinlich ist es wirklich, dass es Leben jenseits der Erde gibt?

 

Kurz gesagt: Wenn wir vom einzigen erwiesenermassen belebten Planeten ausgehen, den wir kennen - nämlich die Erde -, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass sich irgendwo bereits andere, ausserirdische Lebensformen entwickelt haben.

 

Archäologische Funde zeigen, dass es bereits vor 3.5 Milliarden Jahren einfache Lebensformen auf unserem Planeten gab - nur 500 Millionen Jahre, nachdem die Erde überhaupt bewohnbar wurde. Zu diesem Zeitpunkt war das Universum bereits über sieben Milliarden Jahre alt. Rein theoretisch hätten sich also schon diverse ausserirdische Zivilisationen entwickelt, die Raumfahrt gemeistert und ihre Galaxie kolonialisiert haben können, bevor der Mensch überhaupt das Feuer entdeckte.

 

So viel zu den zeitlichen Voraussetzungen. Aber wie steht es um die Verfügbarkeit bewohnbarer Planeten? Oberflächlich betrachtet spricht auch hier nichts gegen ausserirdisches Leben. Schätzungen zufolge sind 20% aller Sterne im All von einer sogenannten habitablen Zone umgeben, in der erdähnliche Planeten kreisen. Diese Planeten befinden sich in genau der richtigen Entfernung, um nicht von ihren Sternen gegrillt zu werden oder in der klirrenden Kälte des Kosmos zu Eisbällen zu erstarren. 

 

Darum kann auf ihrer Oberfläche Leben entstehen. Setzen wir das in Relation: Unsere Galaxie, die Milchstrasse, besteht aus etwa 200 Milliarden Sternen. Damit gibt es allein in unserer direkten kosmischen Nachbarschaft um die 40 Milliarden erdähnliche Planeten!

 

Wenn die Existenz ausserirdischen Lebens so plausibel ist, warum wurden wir dann noch nie von Aliens besucht? Eine mögliche Erklärung ist, dass ausserirdisches Leben an sich zwar auf vielen Planeten möglich wäre, die Entwicklung von intelligentem Leben aber weitaus unwahrscheinlicher ist. Auf der Erde z.B. hat es 2.5 Milliarden Jahre gedauert, bis sich einzellige zu mehrzelligen Organismen entwickelten, was die Voraussetzung für die Entstehung intelligenten Lebens darstellt. Das ist ein grosser Teil der Halbwertszeit der meisten Sonnen. Möglicherweise ist schon auf vielen Planeten Leben entstanden, nur um dann von einem altersmüden Stern in die Luft gesprengt zu werden.

 

Eine solche Supernova ist aber längst nicht die einzige existenzielle Bedrohung ausserirdischen Lebens. Vor 66 Millionen Jahren wurde die Erde von einem kleinen Asteroiden getroffen. Der Aufprall löschte die bis dahin dominante Spezies unseres Planeten aus: die Dinosaurier.

 

Vernünftigen Berechnungen zufolge kann es ca. alle 20 Millionen Jahre zu einem Zusammenstoss dieser Art kommen. Demnach können wir uns glücklich schätzen, dass sich unsere Spezies überhaupt in Ruhe entwickeln konnte. Eigentlich wären wir nämlich längst reif für die nächste interstellare Kollision. Und andere Lebensformen hatten vielleicht einfach weniger Glück. 

Kurzgesagt - In a nutshell

Kurzgesagt - In A Nutshell ist ein Kanal auf Youtube, der fantastische, kurze Videos zu vielen verschiedenen Themen bereitstellt, auch zum Thema Astronomie. Einige sind auf Deutsch erhältlich, zu den meisten gibt es mindestens deutsche Untertitel. Absolut sehenswert! Hier das Video über das sogenannte Fermi-Paradoxon: